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Der Hochzeitsaufenthalt der Renata von Lothringen im Schloss Dachau – eine Hofdame erzählt (Kostümführung)

Die schwe­re Luft und der grim­mi­ge Nord­wind hat­ten die Ber­ge und Ebe­nen mit Schnee bedeckt, als man am 21. Febru­ar 1568 auf ein­mal in den Stra­ßen von Dach­au Trom­pe­ten, Hör­ner, Pfei­fen, Pau­ken und Trom­meln ver­nahm. Unge­fähr 3.500 Rei­ter mit Fürs­ten und Gesand­ten waren mit fröh­li­chen Klän­gen, Geprän­ge und Froh­lo­cken unter­wegs in das Schloss Dach­au.

Die 23-jäh­ri­ge Braut Rena­ta von Loth­rin­gen selbst war zwei Tage zuvor in einer Sänf­te, die mit schwar­zem Samt aus­ge­schla­gen war, ange­kom­men und trug ein reich ver­zier­tes Kleid nach spa­ni­scher Art. Die Sänf­te wur­de von zwei mun­te­ren, hüb­schen Maul­tie­ren, gezo­gen, die eben­so sehr gut aus­staf­fiert waren.

„Die Fürst­lich Braut aber ist under disem zu Dach­aw wölches drey klei­ner meil wegs von Mün­chen ist still gele­gen unnd daselbs biß zum Fürst­li­chen Ein­ritt auß­ge­ruet.“ Quel­le: Hans Wag­ner, Kanz­lei­be­am­ter Her­zog Albrechts V. in sei­nem Bericht.

In Dach­au weil­te die Braut mit ihrem Gefol­ge drei Tage, um sich von der lan­gen Rei­se aus Loth­rin­gen zu erho­len und sich auf die Hoch­zeit in Mün­chen mit dem baye­ri­schen Kur­prin­zen Wil­helm vor­zu­be­rei­ten.

Wie die­ser Auf­ent­halt im Schloss nun genau aus­ge­se­hen haben könn­te und was die Herr­schaf­ten bis zur Abrei­se nach Mün­chen wohl speis­ten und tran­ken und auch wie sie sich beschäf­tig­ten, davon erzählt die Hof­da­me im grü­nen Renais­sance­kos­tüm.

Ein Augen­merk wird auch auf den Schloss­gar­ten zur dama­li­gen Zeit gelegt.

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