Am Tag nach dem Machtantritt der NSDAP in Bayern wurde der Ortsgruppenleiter der KPD, Franz Klein, als erster Dachauer in der Burgfriedenstraße während einer „Suppenspeisung für Arbeitslose“ verhaftet. Ihm folgten Anton Mang und Hans Moosrainer. Nach 50 Tagen Haft im Amtsgerichtsgefängnis wurde Franz Klein ins „Modelllager“ der Nazis eingeliefert. Seine politische Überzeugung konnten die Nazis nicht brechen. Er war einer der drei KPD-Stadträte, die nach der Befreiung von den Amerikanern eingesetzt wurden und war vor dem Parteienverbot zwischen 1952 und 1956 der letzte Vertreter der KPD im Dachauer Stadtrat.
Zitat Nina Schiffner: „Die Auseinandersetzung mit den Dachauer Opfern des NS hat mich in meiner politischen Ausrichtung als auch in meinem privaten Handeln bestärkt: Kritikfähigkeit gegenüber (vermeintlichen) Obrigkeiten, Wachsamkeit und Zivilcourage im privaten und politischen Leben. Kein Duckmäusertum!“
