Im Dezember 2019 wurde in Dachau der erste Künstlerweg eröffnet, der entlang von insgesamt 18 Stelen durch die Altstadt, den Unteren Markt und entlang der Amper bis Mitterndorf führt.
Seit Oktober 2025 gibt es nun einen zweiten Künstlerweg — in Etzenhausen.
Erste Künstler gab es in Etzenhausen, damals noch nicht Teil Dachaus, noch ehe im ausgehenden 19. Jhdt. im und um den Markt Dachau mit der dauerhaften Ansiedlung der Maler eine der bedeutendsten Künstlerkolonien im deutschen Sprachraum entstand.
Das kleine Dorf Etzenhausen bot mit der Kirche St. Laurentius auf der Anhöhe, den alten Bauernhöfen, dem Webelsbach, der hölzernen Amperbrücke und den Hohlwegen eine Fülle an Motiven. Etzenhausen zog Künstler aus ganz Deutschland an.
17 Stelen informieren über den damaligen Künstlerort und zeigen Gemälde der nach Etzenhausen gekommenen Künstler. Sie stehen größtenteils an jenen Stellen, wo die Maler jeweils das Bildmotiv gemalt oder skizziert haben könnten.
Der Künstlerweg beginnt beim Hotel Burgmeier, wo einst Max Liebermann seinen „Biergarten in Etzenhausen“ skizziert hatte. Auf eine Länge von 5,1 Kilometern führt der Weg durch das alte Dorf, vorbei an St. Laurentius, die Bergstraße hinauf zum Ortsausgang. Über den Hohlweg „Lange Gasse“ geht‘s hinauf Richtung Windrad, von dort wieder hinunter nach Steinkirchen und über den Weblinger Weg zurück ins ehemalige Dorf bis zum „Burgmeier“.
Eine alternative östliche Route führt hinauf zum Leitenberg, zur Italienischen Gedächtniskapelle, unweit davon ein bei Malern überaus beliebter Standort mit Blick auf die Silhouette des Marktes Dachau.
Angeboten werden zwei Rundgänge:
- Der gemütliche Spaziergang durchs Dorf: vom Burgmeier kreuz und quer bis St. Laurentius, > 1km (10 H m), 8 Stelen, Dauer: ca. 2 Std.
- Die anspruchsvollere ländliche Wanderung: von St. Laurentius über die lange Gasse hinauf zum „Dachauer Malerwinkel“, über Steinkirchen und den Weblinger Weg wieder zurück ins Dorf, knapp 3 km (50 H m), 9 Stelen, Dauer: 2 — 2,5 Std.
